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(seit 1. Juli 1999)

Die öffentliche Apotheke

Auf dieser Seite möchte ich etwas über den Alltag in der öffentlichen Apotheke erzählen. Ein Rezept einlösen, das kann jeder. Aber was die Apotheke sonst noch so alles bietet, das möchte ich hier ein wenig verdeutlichen.

In einer öffentlichen Apotheke ist, neben dem, was im "vorderen Bereich" (also da, wo jeder einkauft/sein Rezept einlöst), auch "hinter der Bühne" so einiges los.

  • Da gibt es einerseits den Bereich der Arzneimittelherstellung. Hier arbeiten Apotheker und PTAs (Pharmazeutisch Technische Assistent/innen). Häufig werden für den Kunden Individualrezepturen hergestellt. Dort muss sehr sorgfältig gearbeitet werden, da manche Inhaltstoffe so hochwirksam sind, dass nur wenige Milligramm (mg) in 100 Gramm (g) Grundlage eingearbeitet werden. (Zum Vergleich: Ein Teelöffel Zucker sind 15 Gramm!!) Individuelle Teemischungen oder selbst hergestellte kosmetische Pflegeprodukte sind in der Apotheke keine Seltenheit. Individualrezepturen haben oft den Vorteil, dass hier ohne Konservierungsstoffe gearbeitet wird. Dies ist für Allergiker oft von großer Bedeutung.

  • Des weiteren gibt es den Bereich Wareneingang. Hier arbeiten hauptsächlich PKA (Pharmazeutisch Kaufmännische Angestellte/r). Damit man in der Apotheke Arzneimittel abgeben kann, muss man diese erst einmal beim Pharmazeutischen Großhandel oder direkt beim Hersteller bestellen. Dies geschieht hauptsächlich mittels DFÜ (Datenfernübertragung). Die Ware wird normalerweise innerhalb weniger Stunden geliefert. Diese wird dann im Wareneingang erfasst und zum Bestand zugebucht. Somit weiß man immer wie viel von welchem Medikament vorhanden ist. Im Wareneingang werden auch telefonisch Bestellungen der PKAs entgegen genommen und bestellt.

  • Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist der Bereich Arzneimittelkontrolle. Der Apotheker ist in vollem Umfang für die in der Apotheke hergestellten Medikamente (nicht die Fertigarzneimittel!) verantwortlich. Somit muss auch sorgfältig die Qualität der Ausgangsstoffe und Materialien geprüft werden. In der Apotheke werden alle Rezepturstoffe auf Identität geprüft, d.h. es muss sichergestellt werden, dass z.B. das in der Salbe verwendete Triamcinolonacetonid auch wirklich Triamcinolonacetonid ist und nichts anders. Auch Teedrogen werden überprüft, ob sie den strengen Anforderungen des Arzneibuches entsprechen. 

  • In der Apotheke werden auch noch andere Serviceleistungen geboten. Dort wird z.B. der Blutdruck gemessen. Manche Apotheken kontrollieren auch Blutzucker, HBA1c-Wert (Blutzuckergedächtniswert), Gesamtcholesterin, Wasserproben, Venenfunktion und vieles andere mehr. Es werden auch Kompressionsstrümpfe angemessen, Reiseimpfberatungen durchgeführt, Babywaagen und Milchpumpen verliehen, usw. Dies sind nur einige der Angebote, die in Ihrer Apotheke zu finden sind. Informieren Sie sich einmal. Man wird Sie gerne beraten.

  • Auffälligstes Merkmal jeder Apotheke ist sicherlich das rote Apotheken-A. Dieses signalisiert jedem ganz deutlich: Hier geht es um Gesundheit.

  • Hier möchte ich auf einen Link der Landesapothekerkammer Niedersachsen verweisen. Dort wird recht gut gezeigt, was so alles hinter dem Ladentisch der Apotheke alles passiert. 
    Beratung, Pharmazeutische Betreuung, Arzneimittelprüfungen sind nur einige der Themen, die auf dieser Seite behandelt werden. Es ist ein Rundgang durch eine "virtuelle Apotheke". 
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Zuletzt geändert am: 01. Juni 2009

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