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(seit 1. Juli 1999)

Mein Beruf als Apotheker

Hier ein kleiner Überblick über das Studium der Pharmazie. Die Informationen geben aber nur einen groben Überblick über das gesamte Studium wieder. Wer sich genauer informieren möchte, der kann sich ja mal auf den Homepages der Universitäten umschauen.

  • Das Pharmaziestudium umfasst 8 Semester (= 4 Jahre). Das Studium ist aufgeteilt in 3 Prüfungsabschnitte (Staatsexamen).

  • Das erste Staatsexamen (P1) findet nach 4 Semester Grundstudium statt. Im Grundstudium werden allgemeine Kenntnisse in den Fächern Chemie, Biologie, Technologie, Physik und Mathematik vermittelt. Mit der neuesten Approbationsordnung für Apotheker kommt hier auch noch das Fach Pharmakologie hinein. Eine sinnvolle Ergänzung, meine ich.
    In Chemie werden allgemeine Grundlagen vermittelt, z.B. Anorganische und organische Chemie, Stereochemie uvam.
    In Biologie werden anatomische, histologische und zytologische Grundlagen der Zellen (sowohl Tier/Mensch, als auch Pflanzen) vermittelt.
    In Technologie lernt man den ersten Kontakt mit Drogen (= geschnittene Pflanzenteile !!!) und Chemikalien kennen und lernt, sie zu verarbeiten.

  • Danach folgen 4 Semester Hauptstudium mit den Schwerpunkten Pharmazeutische Chemie, Pharmazeutische Biologie, Pharmazeutische Technologie und allgemeine und spezielle Pharmakologie. Auch hier wurde seit neuestem noch ein Fach hinzugefügt: Klinische Pharmazie. Diese werden mit dem zweiten Staatsexamen (P2) abgeschlossen.
    In diesen Fächern werden die im Grundstudium erworbenen Erkenntnisse erweitert und vertieft. 
    In klinischer Pharmazie werden die Fächer Medizin und Pharmazie miteinander "verknüpft".  Dort werden z.B. Screening-Methoden erlernt, Antibiogramme ausgewertet usw.

  • Nach diesem Abschnitt folgt ein Jahr als Praktikant. In diesem Jahr muss man für 6 Monate in einer öffentlichen Apotheke arbeiten. Für die zweite Hälfte dieses praktischen Jahres bleibt es einem freigestellt, ob man für weitere 6 Monate in der Apotheke bleibt, oder ob man z.B. in die pharmazeutische Industrie, eine Krankenhausapotheke geht oder gar ein Auslandspraktikum absolviert.

  • Nach diesem Praktikum wird das Studium mit dem dritten Staatsexamen (P3) abgeschlossen und man beantragt seine Approbation. Dies bedeutet, dass man danach als Apotheker arbeiten kann.

Es gibt mehrere Möglichkeiten in dem Beruf eine Arbeit zu finden.

  • Man kann einerseits in der öffentlichen Apotheke arbeiten (oder eine kaufen, falls man gerade im Lotto gewonnen hat), andererseits ist das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.

  • Apotheker werden eingesetzt in der pharmazeutischen Industrie (z.B. als Kontrolleiter), in der Krankenhausapotheke, an den Universitäten (als Dozenten), bei der Bundeswehr, in der Regierung (als Aufsichtsbehörde für Apotheken und pharmazeutische Industrie) und noch vieles andere mehr.

Schließlich gibt es da noch...

  • ... den Fachapotheker. Dies ist eine erweiterte Gebietsbezeichnung (komisches Wort, aber ich erklär's gleich). Das bedeutet, dass man sich nach seiner Approbation als Apotheker zum Fachapotheker weiterbildet. Man muss also mindestens 3 Jahre in einer anerkannten Weiterbildungsstätte gearbeitet haben (d.h. man kann sich nicht überall weiterbilden) und muss danach noch eine Prüfung ablegen, um sich dann Fachapotheker nennen zu dürfen.

  • Es gibt mehrere Gebietsbezeichnungen. Die häufigste ist wohl die Bezeichnung Fachapotheker für Offizinpharmazie. Des weiteren kann man eine Gebietsbezeichnung in den Bereichen Toxikologie und Ökologie, Klinische Pharmazie, Pharmazeutische Technologie, Klinische Chemie, Arzneimittelinformation, Pharmazeutische Analytik und Öffentliches Gesundheitswesen erwerben.

  • Ähnlich verläuft es mit der Zusatzbezeichnung Gesundheitsberatung oder Ernährungsberatung.
 

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