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Mein Beruf als Apotheker
Hier ein kleiner Überblick über das Studium der Pharmazie. Die
Informationen geben aber nur einen groben Überblick über das gesamte Studium
wieder. Wer sich genauer informieren möchte, der kann sich ja mal auf den Homepages
der Universitäten umschauen.

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Das erste Staatsexamen (P1) findet nach 4 Semester
Grundstudium statt. Im Grundstudium werden allgemeine Kenntnisse in den
Fächern Chemie, Biologie, Technologie, Physik
und Mathematik vermittelt. Mit der neuesten Approbationsordnung für
Apotheker kommt hier auch noch das Fach Pharmakologie hinein. Eine
sinnvolle Ergänzung, meine ich.
In Chemie werden allgemeine Grundlagen vermittelt, z.B. Anorganische und
organische Chemie, Stereochemie uvam.
In Biologie werden anatomische, histologische und zytologische Grundlagen
der Zellen (sowohl Tier/Mensch, als auch Pflanzen) vermittelt.
In Technologie lernt man den ersten Kontakt mit Drogen (= geschnittene
Pflanzenteile !!!) und Chemikalien kennen und lernt, sie zu verarbeiten.

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Danach folgen 4 Semester Hauptstudium mit den
Schwerpunkten Pharmazeutische Chemie, Pharmazeutische Biologie,
Pharmazeutische Technologie und allgemeine und spezielle
Pharmakologie. Auch hier wurde seit neuestem noch ein Fach hinzugefügt:
Klinische Pharmazie. Diese werden mit dem zweiten Staatsexamen (P2)
abgeschlossen.
In diesen Fächern werden die im Grundstudium erworbenen Erkenntnisse
erweitert und vertieft.
In klinischer Pharmazie werden die Fächer Medizin und Pharmazie miteinander
"verknüpft". Dort werden z.B. Screening-Methoden erlernt,
Antibiogramme ausgewertet usw.

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Nach diesem Abschnitt folgt ein Jahr als Praktikant.
In diesem Jahr muss man für 6 Monate in einer öffentlichen
Apotheke arbeiten. Für die zweite Hälfte dieses praktischen Jahres
bleibt es einem freigestellt, ob man für weitere 6 Monate in der
Apotheke bleibt, oder ob man z.B. in die pharmazeutische Industrie,
eine Krankenhausapotheke geht oder gar ein Auslandspraktikum
absolviert.

Es gibt mehrere Möglichkeiten in dem Beruf eine Arbeit zu finden.
- Man kann einerseits in der öffentlichen Apotheke arbeiten (oder
eine kaufen, falls man gerade im Lotto gewonnen hat), andererseits ist das
noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.

- Apotheker werden eingesetzt in der pharmazeutischen Industrie (z.B.
als Kontrolleiter), in der Krankenhausapotheke, an den Universitäten
(als Dozenten), bei der Bundeswehr, in der Regierung (als
Aufsichtsbehörde für Apotheken und pharmazeutische Industrie) und noch
vieles andere mehr.
Schließlich gibt es da noch...
- ... den Fachapotheker. Dies ist eine erweiterte Gebietsbezeichnung
(komisches Wort, aber ich erklär's gleich). Das bedeutet, dass man sich
nach seiner Approbation als Apotheker zum Fachapotheker weiterbildet.
Man muss also mindestens 3 Jahre in einer anerkannten
Weiterbildungsstätte gearbeitet haben (d.h. man kann sich nicht
überall weiterbilden) und muss danach noch eine Prüfung ablegen, um
sich dann Fachapotheker nennen zu dürfen.

- Es gibt mehrere Gebietsbezeichnungen. Die häufigste ist wohl die
Bezeichnung Fachapotheker für Offizinpharmazie. Des weiteren kann
man eine Gebietsbezeichnung in den Bereichen Toxikologie und Ökologie,
Klinische Pharmazie, Pharmazeutische Technologie, Klinische
Chemie, Arzneimittelinformation, Pharmazeutische Analytik
und Öffentliches Gesundheitswesen erwerben.

- Ähnlich verläuft es mit der Zusatzbezeichnung Gesundheitsberatung
oder Ernährungsberatung.
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